Sonntag, 20. September 2015

Heimat den 06.10.2014

Der etwas andere Hefeteig

Hey Ho...

Sofort zu Anfang möchte ich euch gerne meinen etwas anderen Hefeteig vorstellen. Klar fragt ihr euch nun sicherlich: Wieso ist er anders als jeder normale Hefeteig?
Das kann ich euch sagen. Es liegt an der Zubereitung. Diese ist anders und aufwendiger, als bei einem normalen den jeder kann. Ich möchte daher an dieser Stelle Danke sagen an meine Großmutter, welche mir die Zubereitung beigebracht hat und zu der ich eigentlich erst zum Backen gekommen bin. Also fangen wir an, gut aufpassen :)...


Für einen Teig von etwa 2 Backblechen benötigen wir:

- 500 g Mehl
- 1 Würfel Hefe
- 2 Eier
- 125 g Magarine
- 2 Esslöffel Öl
- 1/8 l Milch
- 120 g Zucker
- 2 Prisen Salz



Zuerst das Mehl in eine große Schüssel geben. In dem Mehl zwei Mulden formen. In einer Mulde die Milch geben, welche ihr zuvor auf eine lauwarme Temperatur gebracht habt und bröselt den Hefewürfel hinein. Ihr müsst aber aufpassen, dass die Milch wirklich nur lauwarm ist. Ist diese zu heiß, sterben die kleinen Hefepilzchen ab, ist sie zu kalt, so können sie nicht arbeiten :).
In die andere Mulde gebt ihr das Öl, die Eier und die Magarine. Mit den Finger zuerst das Milch-Hefe-Gemisch verrühren zu einem kleinen Teig. Diesen 5 Minuten gehen lassen und dann alle Zutaten zusammen zu einem glatten Teig verkneten. Dies geht am Besten mit den Händen, oder wie Oma immer sagte mit den Fingerchen. Diesen Teig ruhig kräftig, ausdauernd und sehr lange kneten. Denn je besser ihr diesen "schlagt", desto besser geht der nächste Schritt.
Dann den Teig zu einer Kugel formen.

Nun zu dem besonderen ....
Einen Eimer mit kalten Wasser füllen und die Teigkugel hineinlegen. Wenn ihr den Teig super geknetet habt, kommt er schnell wieder an die Wasseroberfläche (2 Minuten war meine Bestzeit). Für den Fall, dass ihr "faul" wart ;)...nehmt den Teig nach 20 Minuten wieder heraus.

Den Teig legt ihr wieder in eine Schüssel, gebt den Zucker und das Salz dazu und verknetet alles gut (vorsichtig er klebt), mit Mehl zusammen bekommt ihr aber einen schönen geschmeidigen Teig zustande. Gebt solange Mehl hinzu, bis der Teig nicht mehr an euren Händen klebt und bis man ihn etwas auseinanderdrücken kann, ohne dass er zurückgeht. Lasst diesen nun zugedeckt an einem warmen Ort gehen, bis er sich sichtlich vergrößert hat.

Nun nocheinmal gut durchkneten und die Hälfte davon auf einem gefetteten Backblech legen und dieses damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und ihn belegen.

Ich mache diesen Teig immer zur Pflaumenzeit, belege ihn mit entsteinten Pflaumen, bestreue ihn "großzügig" mit Zimt und Zucker und backe ihn nach kurzem gehenlassen, bei 200°C Ober-/Unterhitze circa 20 Minuten. 

Ich sag euch, probiert es. Es ist ein Gedicht und lauwarm und etwas halbsteifgeschlagene Sahne dazu ein Traum